Deutschland Berufsbilder 12.03.2026

Der Beruf des Dachdecker

Tradition trifft Moderne Das Dach – es schützt uns vor Regen, Wind, Kälte und Hitze. Aber wer sorgt dafür, dass es uns sicher über dem Kopf bleibt und dabei auch noch gut aussieht? Das Handwerk des Dachdeckers ist alt und ehrwürdig und hat sich über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt.

Der Beruf des Dachdecker

Der Beruf verbindet traditionelle Techniken mit moderner Technologie und bietet eine abwechslungsreiche Tätigkeit in luftiger Höhe. In diesem Artikel erhalten Sie einen umfassenden Einblick in den Beruf des Dachdeckers.


1. Ausbildung:

Der klassische Weg in den Beruf des Dachdeckers ist eine duale Ausbildung, die in Deutschland 3 Jahre dauert. Sie kombiniert die praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb mit dem theoretischen Wissen in der Berufsschule. Die Auszubildenden können sich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren, darunter Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder Reetdachtechnik.


2. Tätigkeitsbeschreibung:

Ein Dachdecker hat vielfältige Aufgaben:

  • Dachdeckung: Dies umfasst das Eindecken von Dächern mit Dachziegeln, Schiefer, Metall oder anderen Materialien.
  • Abdichtung: Sie sorgen für die fachgerechte Abdichtung von Flachdächern und Terrassen.
  • Dämmung: Ein wichtiger Aspekt ist heute die Energieeffizienz. Dachdecker sorgen mit Dämmmaßnahmen dafür, dass Gebäude im Winter warm und im Sommer kühl bleiben.
  • Installation: Einbau von Dachfenstern, Solaranlagen oder Blitzschutzanlagen.
  • Wartung und Reparatur: Sie überprüfen Dächer regelmäßig auf Schäden und führen bei Bedarf Reparaturarbeiten durch.
  • Bau von Gründächern: Das sind begrünte Dächer, die zur ökologischen Stadtgestaltung beitragen.


3. Ausbildungsinhalte:

Während ihrer Ausbildung lernen Dachdecker eine breite Palette von Fähigkeiten:

  • Grundlagen der Dachdeckung: Das Erlernen der verschiedenen Techniken und Materialien für Dachdeckungen.
  • Abdichtungstechniken: Hier lernen sie, wie man Dächer wasserdicht macht, besonders bei Flachdächern.
  • Dämmtechniken: Kenntnisse über die verschiedenen Dämmstoffe und ihre Anwendung.
  • Holzarbeiten: Viele Dachkonstruktionen erfordern Tischlerarbeiten, die ebenfalls Bestandteil der Ausbildung sind.
  • Metallarbeiten: Dies betrifft insbesondere die Installation von Dachrinnen und Fallrohren.
  • Sicherheitsvorschriften: Auf dem Dach zu arbeiten kann gefährlich sein. Daher ist die Sicherheit ein zentrales Thema in der Ausbildung.


4. Ausbildungsvergütung:

Die Vergütung während der Ausbildung variiert je nach Region und Betriebsgröße. Im Durchschnitt kann in Deutschland mit folgender Ausbildungsvergütung gerechnet werden (Stand 2021):

  •  1.Ausbildungsjahr: 800 - 900 Euro brutto pro Monat
  •  2.Ausbildungsjahr: 900 - 1.100 Euro brutto pro Monat
  •  3.Ausbildungsjahr: 1.100 - 1.300 Euro brutto pro Monat


5. Durchschnittslohn nach der Ausbildung:

Ein Dachdecker-Geselle kann nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 2.500 bis 3.000 Euro brutto pro Monat rechnen. Mit wachsender Erfahrung und je nach Spezialisierung kann das Gehalt auf 3.500 bis 4.500 Euro brutto pro Monat oder sogar mehr ansteigen.

Fazit:

Der Beruf des Dachdeckers ist anspruchsvoll und erfordert sowohl handwerkliches Geschick als auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. In einer Zeit des wachsenden Umweltbewusstseins und der Energiewende bietet er zudem vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung, etwa im Bereich der Solartechnik oder der Dachbegrünung. Wer keine Höhenangst hat und gerne im Freien arbeitet, findet im Dachdeckerhandwerk einen zukunftssicheren und spannenden Beruf.