10.03.2026

Bauhandwerk erwartet anhaltend hohe Preise

Die Baupreise setzen die Nachfrage weiterhin unter Druck. Laut einer aktuellen Studie erwarten Kleinbetriebe in der Baubranche auch in diesem Jahr keine Entspannung. Insbesondere bei Baumaterialien wie Beton, Mörtel und Putz sowie bei Dachbaustoffen aus Holz und Elektroinstallationen sind hohe Beschaffungskosten zu beobachten.

Bauhandwerk erwartet anhaltend hohe Preise

Bauunternehmen und Dachhandwerksbetriebe stehen weiterhin vor erheblichen Preissteigerungen. Laut einer Untersuchung von BauInfoConsult erfahren Betriebe in der Baubranche insbesondere bei Rohbaumaterialien, Dachbaustoffen und Hausinstallationskomponenten deutliche Preisanstiege. Der Düsseldorfer Baumarktdatenspezialist hat kürzlich 600 Betriebe aus dem Bauhandwerk mit weniger als fünf Mitarbeitern zu diesem Problem befragt. Die Studie bestätigt die Daten des Statistischen Bundesamtes, die einen anhaltenden Preisanstieg in der Baubranche zeigen.

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Die kleinen Betriebe im Bauhandwerk erwarten mehrheitlich keine Trendumkehr in diesem Jahr. Laut den Studienautoren rechnet jeder zweite Betrieb mit einem deutlichen Preisanstieg, während ein weiteres Drittel zumindest überwiegend weitere Preissteigerungen erwartet. In den letzten drei Jahren gab es bereits teilweise Preiserhöhungen von bis zu 100 Prozent bei Baumaterialien. Über alle baurelevanten Produktgruppen hinweg stiegen die Preise in diesem Zeitraum um 38 Prozent, so eine Berechnung von BauInfoConsult. Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf die Beschaffungs- und Baukosten aus.

Besonders aufschlussreich ist die Befragung der Unternehmen im Bauhandwerk, bei denen der Preisanstieg innerhalb von sechs Monaten als besonders drastisch wahrgenommen wird. Je nach Gewerk ergibt sich hier ein unterschiedlicher Blickwinkel, so die Experten. Unternehmen im Rohbau sind demnach besonders häufig von Preissteigerungen betroffen, gefolgt vom Elektroinstallationshandwerk.

Die Preissteigerungen betreffen letztlich alle Gewerke der Bauindustrie. Bauunternehmen sind besonders von den gestiegenen Preisen bei Beton, Mörtel und Putz betroffen, während Dachdecker- und Zimmereibetriebe vor allem die Preissteigerungen bei holzbasierten Dachbaustoffen wie Dachlatten und Dachbalken spüren. Das Elektrohandwerk nimmt vor allem die Verteuerung von Schaltern, Steckdosen und Sicherungen stark wahr, während das SHK-Handwerk starke Preiserhöhungen im Heizungssegment beobachtet. Des Weiteren gibt es höhere Beschaffungskosten für Fliesen, Natursteine und Gipskartonplatten.